Worum geht es?

Klimaschutz und Nachhaltigkeit soll in die Wertschöpfungskette und den betrieblichen Ablauf sinnvoll eingebaut werden um

  • Risiken und Kosten zu minimieren,
  • Wettbewerbsvorteile, Umsatz und Marge zu schützen und zu maximieren und
  • einen erheblichen und relevanten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Jedes Unternehmen muss dazu einen eigenen Ansatz entwickeln.

Viele Beratungs- und Prüfungsmandate durch MzN orientieren sich erfahrungsgemäß an drei Schritten:

1.  Analyse der Klimarisiken und -chancen im Unternehmen und entlang der Lieferkette.

2. Management und kontinuierliche Reduktion der Emission und damit verbundenen Emissionskosten sowie jährliche Kontrolle und Risikoreduzierung in den Lieferketten.

3. Jährliche Berichterstattung gemäß der derzeitigen und in Kürze zu erwartenden Gesetze zum nicht-finanziellen Jahresbericht sowie offene und ehrliche Öffentlichkeitsarbeit. Einige MzN Klient*innen erhalten zudem Hilfestellung bei der quartalsmäßigen Berichterstattung an Investoren.

Was sollten Vorstände jetzt tun?

Als erstes steht die Anfertigung einer grundlegende Analyse der Klimafaktoren innerhalb und im Handlungsumfeld des Unternehmens und deren Gewichtung an. Diese Analyse sollte die Klima- und Nachhaltigkeit-Relevanz, die Kosten und das Einkommen-Steigerungspotential sowie wichtige strategischen Faktoren benennen.

Zweitens, auf Grundlage dieser Analyse sollte eine Prioritätenliste erstellt werden wo, wann und in welchem Bereich die Klima- und Nachhaltigkeitsrisiken (und damit Kostenersparnis-Potenzial) am höchsten sind.

Drittens, aktiv werden. Dies kann grundsätzlich in vier Schritten geschehen:

1. Risiken reduzieren und vermeiden: z.B. die größten Emissionen-Verursacher aktiv reduzieren und somit die Emissionskosten reduzieren. Ein weiteres Beispiel wäre die Ausschließung von Menschenrechtsverletzungen in der unmittelbaren und mittelbaren Lieferketten (Vorsicht: Auch Umweltschäden können Menschenrechtsverletzungen sein!).

2. Kosten reduzieren: Stabile Lieferketten und klimafreundliche Betriebe sind weniger störungsanfällig und somit effizienter. Damit läßt sich gerade in margen knappen Märkten erhebliches Potenzial fördern. Zudem sind nachhaltige Unternehmen attraktiver für Investor*innen und Mitarbeiter*innen.

3. Umsatz und Marge schützen und ggf. steigern: Unsere Erfahrung zeigt klar, dass Marken, die jetzt konsequent Klimaschutz und Nachhaltigkeit betreiben, eine Umsatzsteigerung erfahren. Zudem lassen sich klimaneutrale Produkte mit höheren Margen absetzen. Wir erwarten allerdings, dass dieser Vorteil über die nächsten zwei Jahre zum Standard wird. Damit würden Unternehmen ohne gutes Klimaschutz-Management einen deutlichen Wettbewerbsnachteil erfahren.

4. Berichtslegung und Öffentlichkeitsarbeit: Gut fundierte Berichterstattung soll zu den Klimazielen des Unternehmens gehören. Sie ist die Grundlage um attraktiv für Investor*innen, Kund*innen und Mitarbeiter*innen zu sein. Es zeugt von einem langfristig ausgelegten Erfolgsmanagement.

Wann sollten wir handeln?  

Wie bei jeder Investition gilt der Grundsatz: Je früher man anfängt, desto rentabler wird es. Ein zu spätes Handeln läßt sich dabei nur mit größer angelegten Restrukturierungen korrigieren, was erheblich teurer wird.

Spätestens im Herbst oder Winter 2021 rechnen Expert*innen mit der nächsten Welle regulatorischen Drucks ausgehend von

– Das Lieferkettengesetz wird bereits am 1. Januar 2023 für viele Unternehmen rechtlich bindend.

– Die EU hat sich dem Ziel verschrieben bis 2030 die Emissionen um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Dies wird in den nächsten Monaten in nationales Recht übersetzt. Hier ist in Kürze für alle europäischen Unternehmen eine Emissionsobergrenze zu erwarten welche nur ca die Hälfte der derzeitigen Emissionen zulassen wird. Emissionen die darüber gehen werden wahrscheinlich zusätzlich besteuert.

– In den USA aktiven Unternehmen steht noch ein noch stärkerer Handlungsdruck entgegen. Die Gesetzesvorhaben gehen von einer Reduktion von 50 bis 60% bis 2030 und kompletter Emissions-Neutralität bis 2040 aus.

– In Deutschland wird nach einem Urteil vom Verfassungsgericht Karlsruhe im April 2021 das Klimaschutzgesetz im Hinblick auf die zu treffenden Maßnahmen nach 2030 verschärft.

Was sind die Kosten und Nutzen?

Die Kosten der Analyse zu Klima- und Nachhaltigkeitsfaktoren sind in der Regel vergleichbar mit denen der Wirtschaftsprüfung oder des Arbeitsschutzes in produzierenden Betrieben. Die Kosten sind abhängig von der Komplexität der bestehenden Abläufe und Lieferketten und natürlich davon wie viel Analyse bereits gemacht wurde.  Die Erstanalyse ist umfänglicher als die in den Folgejahren.

Erfahrungsgemäß zahlt sich die Investition aber bereits im zweiten Jahre aus, wo Risiken und Kosten so weit gesenkt sind, dass sie die Kosten der Analyse erheblich übersteigt. Ab dem dritten Jahr ist i.d.R. und bei konsequentem Management der Wettbewerbsvorteil und die Attraktivität für Investor*innen messbar.

Kurz gesagt: Je später man anfängt, desto teurer wird es.

Jenseits der Kosten und  Nutzenanalyse

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind wirtschaftlich sinnvoll und sollten bei jedem Vorstand auf der Tagesordnung stehen. Darüber hinaus sind die nicht-betrieblichen Gründe allerdings wesentlich wichtiger und die Konsequenzen der Nichtbeachtung gravierender. Als Unternehmer*innen sollte man sich jetzt die Frage stellen, wie man zukünftige Generationen das Leben auf dem Planeten weiterhin ermöglichen kann.

MzN ist seit über 10 Jahren im Bereich Nachhaltigkeit, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit tätig. Täglich stehen unsere Partner*innen und Mitarbeiter*innen auf den überfluteten Feldern in Bangladesh, den ausgedörrten Feldern in Kenia oder arbeiten mit den Klimaflüchtlingen in Lateinamerika. Sie erleben die Folgen des Klimawandels aus erster Hand. Über die Notwendigkeit des Handelns, muss man also nicht mehr reden.

Gerne nehmen wir Sie mal mit. Kontaktieren Sie uns für mehr Informationen: office@mzninternational.com.

Laden Sie hier unseren Leitfaden herunter:

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